Februar 13, 2010

Königs Wusterhausen

Kreutzkirche Königs WusterhausenUnsere kleine Stadt vor den Toren Berlins, die Ihren Namen dem großen König Friedrich Wilhelm I. zu verdanken hat, gelegen in mitten von Seen und Wäldern kamen nicht nur Könige und Adlige zum Jagen nach Königs Wusterhausen, auch Dichter wie Theodor Fontane verweilten hier. “KW” wie die Stadt von uns Einheimischen genannt wird hat sowol technich begeisterten als auch Naturliebhabern und liebevoll historisch Interessierten eine menge zu bieten.

In direkter Nähe befinden sich die Orte Bestensee, Zeuthen, Teupitz, Märkisch Buchholz, Groß Köris und Prieros. Über 70 Seen, durch Flüsse, Fließe und Kanäle verbunden, prägen unsere urwüchsige Landschaft. Ausgedehnte Wälder und Seenlandschaften, idyllische Baumalleen und stille Dörfer laden wie in vergangenen Zeiten zum Entdecken und Verweilen ein. Die Dubrow, ein Eichenwaldgebiet südlich von Königs Wusterhausen und ehemals bevorzugtes Jagdrevier des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I., wie auch andere Teile des Naturparks Dahme-Heideseen sind typische, märkische Urwälder.

Schon 1320 wurde Königs Wusterhausen das erte Mal urkundlich erwähnt, damals noch mit dem Namen “hus zu wustehuse”, abgeleitet von wustro (umflossener Ort). Dann im 15. und 16. Jahundert residierten die Adelfamilien von Schlieben und die Schenken von Landsberg im alten “Wendisch Wusterhausen”. Verkauft hat man die vorhandene Burg und die Stadt des öfteren und auch im laufe der Jahunderte das ein und andere mal umbenannt. Nach dem 30 jährigen Krieg war die Stadt vollig heruntergekommen, so wurde sie vom Kurfürst Friedrich III. aufgekauft und ein Seinen Sohn Friedrich-Wilhelm I. zu Weihnachten verschenkt.

Um die Geschichte aufleben zu lassen, alles Königs Wusterhausen veranstaltet alle zwei Jahre ein Schlossfest angelehnt an ein Thema, nach dem sich richtet. Neben einem kostenlosen Schlossrundgang und einem Handwerkermarkt Dürfen dabei natürlich Friedrichs Mindestens 1,90 m “Langen Kerle” nicht fehlen.Schloss Königs Wusterhausen

Nach ca. 9 Jahren umfangreicher Restaurierung durch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wurde das Schloss im September 2000 wieder eröffnet. Die ehemaligen Wohnräume wurden durch Überlieferungen mit Mobiliar und Gemälden aus dem 18. Jahrhundert ausgestattet. Besonderer Höhepunkt sind die eigenhändigen Gemälde von Friedrich Wilhelm I. und die Offiziersgalerie.

Nicht nur für die Liebhaber der preußischen Geschichte ist das Schloss Mit seinen Kavalierhäusern etwas besonderes, wundervolles Sondern auch für den “schönsten Tag” hat man ein Trauzimmer eingerichtet. Hier zu heiraten, bleibt immer in Erinerung!

Königs Wusterhausen schreibt Rundfunkgeschichte

Durch funktechnische Versuche im Jahre 1911 wurde eine Militärfunkstation auf dem Windmühlenberg in KW errichtet. Die ersten Versuche zur Übertragung von Sprache und Musik liessen nicht lange auf sich warten. Doch erst nach dem Ersten Weltkrieg gelang es am Hans-Bredow-22. Dezember 1920 das erste Weihnachtskonzert mit Instrumentalmusik auszustrahlen. Das war der Anfang der Rundfunkgeschichte!
Es besteht nur noch der 210 Meter hohe Sendemast auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen. Ansonsten gibt es noch ein funktechnisches Museum in einem ehemaligen Gebäude der funkstation, wo man viel Interessantes über die Geschichte des Deutschen Rundfunks erfahren kann. Zu sehen ist auch eine Nachstellung des Funkerbergs im Zustand von 1935.

Geschrieben von: Jürgen Wude

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