Februar 14, 2010
Schloss Königs Wusterhausen
König Friedrich Wilhelm I und sein Schloss Königs Wusterhausen
Die mittelalterliche Wasserburg Wusterhausen wurde 1320 erstmals urkundlich erwähnt. 1682 kaufte der Große Kurfürst die Herrschaft Wusterhausen für seinen Sohn Friedrich I., der ab 1701 König in Preußen war. Dieser schenkte das Schloss sowie die Wusterhausener Güter seinem 10-jährigen Sohn, dem späteren König Friedrich Wilhelm I., dem sogenannten Soldatenkönig.
Friedrich Wilhelm I. legte mit seiner spartanischen Disziplin den Grundstein für die damalige preußische Armee. Sein Leibregiment nannte er, wegen ihrer Körpergröße, die „Langen Kerls”. Friedrich Wilhelm I. lehnte die weit verbreitete Prunksucht ab und forderte Sparsamkeit von seinen Untertanen. Der nahezu bankrotte Staat wurde dadurch innerhalb weniger Jahre saniert. Der König selbst war Freund des einfacheren Lebens, das er gern im Schloss Königs Wusterhausen zubrachte. Er liebte diesen Ort wegen seiner wald- und wasserreichen Umgebung, die sich zudem hervorragend für seine Jagdleidenschaft eignete. Nach der Thronbesteigung im Jahre 1713 verbringt er die Jagdsaison zusammen mit seiner großen Familie hier. Wichtige Reformen zu Preußens Politik, Wirtschaft und Militär fanden hier ihren Anfang. So soll der König hier das Todesurteil Kattes, der seinem Sohn Friedrich mit zur Flucht verhalf, unterschrieben haben.
Geschrieben von: Jürgen Wude
Kategorie: Featured, Sehenswertes
Tags: Geschichte, Königs Wusterhausen, Schloß
